Warten ... und die Dinge neu sortieren

Während wir immer noch auf unseren Bulli warten, mache ich mir viele Gedanken. Wie wohl unsere erste Reise wird und was wir alles mitnehmen werden. Im Kopf sortiere ich bereits Dinge in den Bus und genau so schnell wieder raus, wie ich sie gedanklich unter Sitzen, in Fächern und im Kofferraum verstaut habe. Denn ich merke immer wieder, wie sehr wir im Überfluss schwimmen.

Seitdem ich an den Bus denke, spüre ich ein noch stärkeres Verlangen mich von Dingen zu lösen. Das fängt bei Kleidung an und reicht über Bücher bis hin zu Fernseher und Fahrrad. Von meinen 20 Hosen in meinem Schrank trage ich genau drei. Von meinen über 200 Büchern würde ich genau acht noch einmal lesen. In meiner Küche stapeln sich Tassen und Teller, die für eine ganze Bundeswehrkompanie reichen würden. Ähnlich sieht es bei Duschgels und Deos aus. Wozu?

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Deshalb habe ich angefangen die Dinge neu zu sortieren. Das Badezimmer war zuerst dran. All die Dinge, die teilweise ungeöffnet waren, habe ich in die Gruppe "Free Your Stuff Essen" gepostet und konnte einem Mädel eine große Freude damit bereiten. Bücher werde ich gerade bei Momox los, wo ich mit dem Erlös aus dem Verkauf die Reisekasse ein wenig befüllen kann. (Übrigens: Bei Rebuy habe ich nicht annähernd so viel für meine alten Schinken bekommen.) Demnächst sind Schlafzimmer und Küche dran. Anschließend geht es dem Keller an den Kragen. Hier wollen wir im Frühjahr alles auf einen Flohmarkt bringen.

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Es tut gut sich von Dingen zu lösen. Den Ballast und die Staubfänger aus der Bude zu verbannen. Anderen etwas Gutes zu tun und sich selbst letztendlich auch. Dennoch erwische ich mich dabei, wie ich die Angebote des Black Fridays durchstöbere und nach neuen Klamotten hetze. Was hilft: Sich immer wieder zu sagen, dass man nicht mehr als eine Winterjacke anziehen kann! Einen tollen Text dazu findet ihr übrigens online auf NZZ, wo es um eine minimalistische Lebensweise geht. Wissen, wann es genug ist, heißt der japanische Leitspruch: Taru o shiru. Jörn hatte hierzu auch einen interessanten Link gefunden. In diesem Sinne: Fröhliches Ausmisten!


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