Skandinavien 2018 - Teil 0 (Der blog post zur Tour)

Wie der aufmerksame Leser/Zuschauer vielleicht schon bei Instagram mitbekommen hat, waren wir von Mitte Juni bis Anfang Juli für insgesamt drei Wochen unterwegs in Skandinavien. Genauer gesagt in Dänermark, Schweden und Norwegen.

Fangen wir aber ganz vorne an :) Dies ist der erste Artikel über die Reise, weitere werden folgen, hier geht es um die Vorbereitungen und die letztendliche Route, die wir gefahren sind. Anmerkung: In diesem Blogartikel wird nur die Route beschrieben, was wir entlang der Route erlebt haben zeigen wir euch bald auf unserem Youtube-Channel.

Eigentlich wollten wir 2018 nach Island fahren, haben das aber verworfen, weil der Lütte dafür unsere Meinung nach noch zu klein ist und es in Island ganzjährig nicht unbedingt sommerhaft ist. Lange Rede, kurzer Sinn, Island ist auf unserer Liste ganz oben, aber wahrscheinlich dann eher mit einem T6 mit Küche oder gleich mit einem Crafter(ausbau). Wir planten stattdessen auf dem Festland zu bleiben und Skandinavien zu erkunden.

Vorbereitung

Wie wohl fast alle Reisenden sollte man sich im Vorfeld Gedanken darüber machen, welche Route man nehmen könnte und welche Sehenswürdigkeiten ggf. an dieser liegen oder aber eine Route nach "Hot Spots" planen.

Am besten geht das, wir schreiben das Jahr 2018, mit Youtube Videos. Wir schauten dazu diverse Videos über Dänemark, Schweden und Norwegen und haben mit einem guten Bekannten über die Reise gesprochen. Er ist schon im Rentenalter und kennt Skandinavien von oben bis unten, vom Skagerrak bis zum Nordkapp, von Kirkenes bis Bergen. Er konnte uns auch eine bessere Einschätzung zum Wetter und den Temperaturen im Juni und Juli geben als Durchschnittswerte von diversen Websites. Hinzu kam, er konnte sagen, ob eine Route im Zeitraum X ungefähr machbar ist, denn das liebe Leser, ist die größte Herausforderung: Die Zeit. Dazu aber später mehr.

Wir hatten uns eine Route entlang der größeren Städte zurecht gelegt. Die Route sollte über Hamburg, Kolding und Odense über die Storebæltsbroen nach Kopenhagen führen. Von dort aus weiter über die Øresundsbroen nach Malmø. Dann war der Plan entweder links oder rechts herum zu fahren. Also entweder Westküste bis Göteborg und dann über Oslo nach Norwegen oder aber Ostküste entlang nach Stockholm und dann weiter Richtung Oslo. In Norwegen waren des weiteren Lillehammer, Bergen, Stavanger und Kristiansand geplant. Also alles in allem eine grobe Route, entlang der wir uns treiben lassen wollten. So richtig festlegen wollten wir uns eigentlich nur bis Malmø, ab da wollten wir uns treiben lassen.

Im Nachhinein wissen wir, dass das nicht ganz so optimal gewesen ist. Deshalb als Tipp an euch, plant die Route von hinten, nicht von vorne. Wann ist eure Deadline, wann geht eine eventuelle Fähre. Vor allem solltet ihr euch die Frage stellen: Wollt ihr mit der Fähre oder wollt ihr über Land zurück nach Deutschland?

Wir haben uns erst als wir in Schweden waren dazu entschlossen mit der Fähre von Kristiansand aus nach Hirtshals überzusetzen statt, was viel mehr Zeit in Anspruch genommen hätte, über Land zurück zu fahren. Preislich hat uns die Überfahrt zwar exakt so viel gekostet als wenn wir Wochen vorher gebucht hätten (da Speedfähre), aber in der Regel ist es deutlich günstiger wenn ihr weit im Voraus eure Fähre(n) bucht. Das gilt übrigens auch für Fahren innerhalb Norwegens, denn oft sind diese "Inlandsfähren" bereits mehrere Tage im Voraus ausgebucht.

Hätte, wäre, könnte. Letztendlich sind wir anders gefahren

Los ging es am 18.6. mit voll gepacktem Bus und ausgeliehenem Anhänger (750 kg max., ungebremst). Den Anhänger hatten wir uns geliehen, damit wir a) weniger im Bus räumen müssen bevor wir uns hinlegen können und b) damit wir alles mitbekommen.

Auf unserer Packliste standen: Vorzelt, Sonnensegel, faltbarer Küchenschrank (hatten wir permanent im Anhänger aufgebaut, quasi als externe Küche), Kinderwagen, Gasgrill, 4x 440g Gas, Kohlegrill, 10kg Kohle, Grillanzünder, 20l Wasserkanister, Reserverad für den Anhänger, Reserverad für den Bus, 25 Meter Stromkabel, CEE Adapter, Mehrfachsteckdose, Ahoi Rum, zwei Flaschen Korn, eine Kiste Brinkhoffs, eine Kiste Tut Gut Malzbier, eine Kiste Mineralwasser, diverse Windeln und Tücher für das Baby, 2x Wasserkocher (650 Watt (Danke an volkswagenbulli) und 3000 Watt - Man weiß ja nie was das Stromnetz des Campingplatzes her gibt), Messer, Feuerlöscher, einen weiteren Tisch, Schuhe, Vorräte, einen weiteren Schlafsack, eine Krabbeldecke für den Lütten, Bondolino Babytrage, Wäscheleine, diverse Spanngurte, 10l AdBlue und 5l Diesel für alle Fälle und sicher noch ein paar Sachen mehr.

So vollbepackt ging es ab da mit Tempo 100 Richtung Norden.

Unser erster Stopp sollte im Raum Hamburg sein, es wurde nach 406 Kilometern und 6,5 Stunden Fahrt Schleswig und der Campingplatz Haithabu.

Einen Tag später ging es über Flensburg, Kolding, Odense und die Storebæltsbroen (Brücke über den Großen Belt) nach Kopenhagen. Dort machten wir nach 369 Kilometern (4 Stunden) Halt auf dem DCU-Copenhagen Camp "Absalon" . Dieser Platz ist zwar leicht außerhalb der City, hat aber eine sehr gute Anbindung an die Bahn, welche direkt bis Kopenhagen Hauptbahnhof fährt. In Kopenhagen blieben wir zwei Nächte.

Von dort ging es dann über die Øresundsbroen (Öresundbrücke) rüber nach Malmø und damit auf schwedischen Boden.

In Schweden sind wir dann erstmal links rum gefahren, also an der Westküste entlang bis wir keine Lust mehr hatten und sind nach 206 Kilometern (3 Stunden) auf dem Campingplatz "First Camp Tylosand" gelandet. Tylosand hat nach eigener Aussage den schönsten Sandstrand Schwedens, was zweifelsfrei stimmt. Beeidruckend (mehr dazu im bald erscheinenden Vlog). Das war die Nacht vor Midsommar und auch die einzige Nacht der Reise in der es blitzte und donnerte, ansonsten hatten wir durchgängig 25-30 Grad, fast immer wolkenlosen Himmel und Sonnenschein. Das aber nur am Rande.

Am nächsten Tag ging es an der Küste entlang weiter zum nächsten Campingplatz, da wir nichts passendes für's Frei-Stehen gefunden haben. Unsere Wahl fiel nach 80 Kilometern und 2 Stunden Fahrt (man unterschätzt das in Schweden, kurze Strecke, dauert ewig) auf den Platz Nordic Camping Björkäng.

Am nächsten Tag ging es weiter und irgendwie landeten wir an dem Wasserfall "Ramhultafallet" imposant, wenn er denn im Sommer Wasser führen würde :D – Also fuhren wir weiter und suchten uns diesmal dann wirklich einen Platz zum Frei-Stehen und landeten am Südufer des Skärsjön See (ACHTUNG: Es gibt insg. drei Seen in Schweden, die so heißen). Die genaue Location lautet: 57.418701, 12.251200 – Gefunden haben wir den Platz, wie fast alle auf der Reise, mi der App Park4Night (iOS / Android / Windows).

Weiter ging es am Tag drauf in Richtung "große Seen" (Vättern und Vänern heißen sie) und auf den Campingplatz Gränna. Ein echt schöner Platz, direkt am See Vättern (135 km lang, über 550 km Ufer)


to be continued ...


Übersichtskarte der Tour (still in progress)


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