Mobil unterwegs: Der digitale Nomade und die Cloud

Der Titel sagt eigentlich schon worum es in diesem Blogpost gehen soll: mobiles Arbeiten. Wie arbeitet es sich unterwegs am besten und welche Dinge muss man berücksichtigen? Oder anders formuliert: Womit arbeite ich unterwegs?

Arbeiten, wo man möchte, ist wohl der Traum eines jeden Freelancers und eigentlich auch – sind wir ehrlich – der Traum eines jeden Festangestellten. Viele Firmen erlauben ihren Mitarbeitern mittlerweile im Home Office zu arbeiten oder aber in extra dafür eingerichteten Rückzugsräumen im Büro.

Bei mir ist es so, dass ich seit über einem Jahr selbstständig bin und zum Teil beim Kunden vor Ort und zum Teil zu Hause oder im Café oder "am Meer" gearbeitet habe. Mit der Anschaffung eines California Bullis wird sich dieses in der Zukunft, so der Plan, dahingehend verändern, dass ich vor habe dort zu arbeiten, wo ich gerade bin.

Für das mobile Arbeiten sollte man sich die Wahl des/der Arbeitsmittel daher gut überlegen. Dies haben u.a. auch schon Andreas von 14qm und Daniel im "I am digital"-Blog gemacht. Und das sind meine Gedanken zum mobilen Arbeiten.

Da ich sowohl in der strategischen Beratung als auch konzeptionell und kreativ arbeite, fiel bei mir die Wahl auf einen Mac als Arbeitsgerät. Genauer gesagt: Ein Macbook Air. Ich habe mich Mitte 2014 für die 13 Zoll Variante mit einem i7 Prozessor, 8GB Ram und einer 256GB SSD Festplatte entschieden. Das Gerät ist handlich, klein, leicht und trotzdem relativ robust.

Das Display ist ausreichend hell und groß (auch wenn man sich ab und zu mal einen 15" Screen wünscht) und für meine Zwecke wie Mails, Surfen, Konzepte schreiben, Präsentationen erstellen, Buchführung sowie Photoshop, Indesign, Illustrator, Lightroom und Premiere gut geeignet. Leider ist es kein Retina-Screen, aber wer weiß, was die nächste Generation an Macbook Airs bringen wird.

(Hinweis: Solltet ihr genau jetzt ein neues Notebook benötigen, greift zum Macbook Pro 13" mit Retina-Screen.)

Die Leistung des Notebooks reicht ebenfalls vollkommen aus. Zur Not dauert das "Rendern" eines Videos eben mal 15-20 Minuten. Zeit, in der man sich Kaffee aufsetzen, etwas essen oder andere Dinge am Rechner erledigen kann.

Zum Thema Akku: Der Akku wird werksseitig mit einer Laufzeit von 12 Stunden beworben, welche ihr Anfangs sicherlich erreichen werdet. Nach einiger Zeit und der Installation diverser Programme und Helferlein wird sich die Akkulaufzeit auf eure Nutzung anpassen. Soll heißen, je nachdem was ihr macht, kommt ihr in der realen Welt auf 3-7 Stunden Akkulaufzeit.

Unterwegs ist nicht nur wichtig, dass der Akku lange hält, sondern auch das eure Daten sicher sind. Ein Notebook kann mal zu Boden fallen und/oder kaputt gehen, ein Glas Saft, Cola oder Bier kippt ebenfalls gerne in die Tastatur (toi, toi, toi - noch nie passiert). Ebenso (gerade bei Windows Rechnern scnr) gehen auch gerne mal Daten verloren, weil das System sich verabschiedet. Worst-Case-Szenario ist der Diebstahl des Rechners, z.B. aus dem Fahrzeug/Bulli.

Der Mac bietet von Haus aus einige Sicherheits-Optionen. Zum einen könnt ihr die Festplatte mit FileVault verschlüsseln, zum anderen könnt ihr den Rechner zusätzlich so sichern, dass niemand ein anderes System aufspielen oder an eure Daten kommen kann. Per iCloud ist auch die Ortung des Macbooks möglich, sofern dieses angeschaltet ist und eine Verbindung zum Internet besteht. Es gibt außerdem noch zahlreiche Software-Hersteller, die die ausgeklügelsten Lösungen anbieten. All das wäre aber schon fast einen eigenen Beitrag wert (Gastautoren zu diesem und anderen Themen sind herzlich Willkommen).

Gehen wir mal nicht vom Wurst Worst-Case-Szenario des Geräteverlusts aus sondern davon, dass ihr eure Daten "nur" sichern oder auslagern wollt. So wie das z.B. auch Gunter unter 5reicherts gemacht hat.

Aber back zu meinem Setup [Update 12/2016]:

  • Dropbox für Daten, die per Wifi auf meinem iMac verfügbar sein sollen
  • FileTransporter (eine private Cloud-Lösung, in meinem Fall mit 500GB Speicher) für Kundendaten und die Archivierung dieser (Stichwort: Selektiver Sync), ebenfalls Abgleich Macbook Air/iMac
  • iCloud mit 200 GB und Google Drive mit 100 GB [Update 12/2016]
  • Wer eine private Cloud Lösung sucht, dem empfehle ich Lima
  • zum Teil OwnCloud (mit 750GB Speicher) für weitere Daten, ebenfalls Abgleich Macbook Air/iMac
  • und SpiderOak als Zero Knowledge Offsite-/Online-Backup (derzeit 1TB) aller wichtigen Daten auf meinem iMac und als Backup der wichtigsten Daten auf dem Notebook
  • zusätzlich werkelt zu Hause noch eine 2TB Apple TimeCapsule über die TimeMachine einen Großteil der wichtigen und alle weniger wichtigen (System-)Daten.

Unverständlich? Dann hier mal als Schaubild.

backup

Der ein oder andere wird nun denken "Mensch, dass geht dann aber ordentlich auf den Traffic" und hat damit Recht. Bei dem Setup ist eine gute Wifi-Verbindung empfehlenswert. Oder aber, wie in meinem Fall, ein Datentarif mit 10GB Datenvolumen/Monat (gibt es bei T-Mobile und Vodafone).

Zur Sicherung und Bearbeitung meiner Fotos und Videos kommt ab dem nächsten Jahr noch eine Gnarbox hinzu. Ein kleiner Minicomputer (128GB Flash-Speicher, 4GB Ram, Kartenleser) mit dem man über eine Wifi-Verbindung zwischen Gnarbox und iPhone 4k Videomaterial "on-the-go" schneiden und bearbeiten kann.

Wie ist euer Setup, was nutzt ihr? Wie sichert ihr eure Daten, externe Festplatte, online, USB Stick? Oder habt ihr Fragen? Schreibt uns gerne einen Kommentar.

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