Dänemark Trip mit dem T6 | HOCHZEITSREISE | Zahnschmerzen?

ENDLICH ein neues Video/ein neuer Blog Post von uns! Nachdem wir 2016 viele private Dinge zu klären hatten, haben wir endlich unseren 1. großen Trip nach Dänemark mit unserem Bulli gemacht. 🚐💨 Wie wir geheiratet haben und was sonst noch alles passiert ist, das könnt ihr hier nachlesen und natürlich auch im Video sehen.

Wir, Gitte und ich, sind am 27. April mit dem Bulli aufgebrochen. Als erstes ging es von Essen nach Bochum zum Lieblingsfriseur. Frisch gestriegelt dann weiter nach Dortmund, denn Gitte hatte starke Zahnschmerzen. Das wollten wir vor der großen Reise geklärt haben.

Der Zahnarzt sagte nach ein paar Klopf- und Kältetest: “Alles gut. Sie können ganz beruhigt die Reise antreten.”

Dortmund–(Kiel)–Eckernförde-Kiel

Von Dortmund aus ging es mit beruhigtem Gewissen über die A1 an Münster, Bremen und Hamburg vorbei nach … Kiel. So war zumindest der Plan. Eigentlich wollten wir nach Kiel und dann weiter nach Flensburg und dort übernachten. Da wir aber nach der langen Fahrt zu k.o. waren und es auch schon nach 18 Uhr war, haben wir uns spontan dazu entschlossen dem Camp Langholz in Eckernförde (Waabs) mal wieder einen Besuch abzustatten. Dort waren wir bereits im letzen Sommer und haben uns dort sehr wohl gefühlt.

Das Wetter war zwar dieses mal nicht so schön wie im Sommer letzten Jahres, aber im April kein Wunder :D Dafür war es schön leer und ein bisschen windig. I like.

Nach einer ruhigen, erholsamen Nacht und einem Schnack mit Christoph, dem Eigentümer des Platzes, machten wir uns schließlich auf den Weg nach Kiel. Dort haben wir, wie geplant, den Surfpirates einen Besuch abgestattet und Gitte’s Geburtstagsgeschenk “abgeholt”. Einen neuen Neo(prenanzug).

Bei strahlendem Sonnenschein ging es zum Tanken und einem letzten Shopping auf deutschem Boden nach Flensburg. Wir steuerten, wie auch bei unserem letzen Rømø-Trip (Youtube Video), den Sky Supermarkt an und packten unsere Kühlbox randvoll. Und natürlich durfte auch eine Kiste Flens nicht fehlen :)

Nachdem wir alles verstaut hatten ging es über die Grenze nach Dänemark und weiter nach Hvide Sande auf den Campingplatz.

Nach fast 900 Kilometern waren wir damit am ersten Ziel.

Hvide Sande

Nach Hvide Sande fuhren wir, weil ich dort vor Jahren mal mit meinen Eltern im Urlaub gewesen bin. Ich wollte sehen wie es dort heutzutage zwischen Nordsee und Ringkøbing Fjord ist. Und außerdem dachte ich mir, da es sich um einen sehr guten Kite/Surf-“Spot” handelt, dass das auch für Gitte was wäre. Sie hatte allerdings, und vollkommen verständlich, schwangerschaftsbedingt dann doch keine Lust zu kiten.

Auf dem Campingplatz verbrachten wir insgesamt vier Tage und drei Nächte. Runterkommen, entspannen, das Wetter an der Nordsee genießen, den kleinen Ort Hvide Sande erkunden. Auch wenn es zwischendurch ein paar mal regnete, im Großen und Ganzen war das Wetter toll.

Am 1. Mai ging die Fahrt weiter zu unserem eigentlichen Ziel: Skagen.

Skagen

In der Nähe von Skagen hatten wir uns für einen Campingplatz direkt an der Ostsee entschieden, nur 20 Minuten von Skagen entfernt. Auf der ganzen Strecke war schon Bombenwetter, dort angekommen ging es dann aber erst so richtig los mit dem Wetterchen zum Helden zeugen: 14 Grad, blauer Himmel, kein Wolke zu sehen, dazu eine leichte Briese, die 80er Playlist, ein Flens … und ca. 20 Minuten später: Sonnenbrand.

Egal, am 1. Mai kann und darf das sein bzw. passieren :)

Der Platz war großartig und leer. Wir waren gefühlt mit 5 anderen Pärchen bzw. Familien die einzigen auf dem 25 ha großen 700 Parzellen Platz. Auch hier war es so, dass wir quasi direkt hinter den Dünen standen und zwei kurze, kleine Wege durch diese direkt zur Ostsee führten. Nachts konnte man zur Musik der dort oben doch recht hörbaren Ostsee einschlafen.

Wir chillten ein wenig in der Sonne, Gitte ließ ihren neuen Drachen steigen und wir warteten ganz entspannt auf unsere Mit-Camper Ethem und Kerstin. Beide hatten sich mehr oder weniger für uns auf den weiten Weg nach Skagen gemacht, denn wir waren nicht ohne Grund die knapp 1.200 Kilometer gefahren.

Als der VW Bus um die Ecke bog, war die Wiedersehensfreude groß. Wir grillten, tranken noch ein Paar der selbst-importierten Flens und fielen irgendwann ins Bulli-Bett.

2. Mai — Wedding Day — Hochzeit

Die Nacht war ruhig, wir alle ausgeschlafen und nach einem Frühstück auch ausreichend gestärkt für den Tag. Den Tag auf den wir lange hingefiebert hatten und der hier und da für ein wenig Aufregung sorgte. Der 2. Mai 2017, unser Hochzeitstag. Der Tag der standesamtlichen Hochzeit in Dänemark.

Ihr fragt euch wieso denn in Dänemark? Nun, Gitte (jetzt meine Frau ❤) wurde auf der Insel Usedom geboren und ist deshalb logischerweise ein Ostseekind. Ich für meinen Teil bin, Dank meiner Eltern, in jungen Jahren oft an die Nordsee gefahren (worden). Mit einem Jahr nach Westerland und bis zum 14. Lebensjahr diverse Male nach St. Peter Ording, auf einige der ostfriesischen Inseln, nach Schillig und und und. Ich wurde also zum Nordseefan.

Und wo heiratet man, wenn man sich nicht einigen kann ob es die Ostsee oder Nordsee als Location sein soll? Genau, da wo sich beide treffen: In Grenen bei Skagen (zu sehen bei 1:20 im folgenden Video).

Wir hatten im Vorfeld mit dem Standesamt in Frederikshavn Kontakt, denn die Stadt Skagen gehört zum Kreis Frederikshavn. Die Mitarbeiter waren sehr nett und die Kommunikation herzlich, was sicherlich auch daran lag, dass Gitte nach einem Jahr Leben und Arbeiten in Købehavn (Kopenhagen) fleißend dänisch spricht.

Lange Rede kurzer Sinn, wir konnten das Standesamt dazu überreden uns nicht im Standesamt von Frederikshavn sondern am Strand zu trauen. Wie es schien, ein Novum :)

Und da standen wir dann, an der nördlichsten Spitze von Dänemark am Strand von Grenen und trafen dort unsere Standesbeamtin :)

Nach ein paar Worten der Standesbeamtin und jeweils einmal “ja ja jeg vil” waren wir dann auch schon verheiratet ❤ — Sie dürfen die Braut jetzt Küssen! ❤

Nachdem die Freudentränchen weggewischt waren und wir ein paar Fotos gemacht hatten, haben wir die am Morgen geschriebene und gut verschlossene Flaschenpost in Neptun’s Obhut übergeben: Möge sie heile und ganz irgendwo jemanden vor die Füße gespült werden. Wir freuen uns über eine Antwort :)

Nach dem obligatorischen Part mit Heiratsurkunde bekommen, Unkostenbeitrag entrichten und Verabschieden der Standesbeamtin, die nebenbei erwähnt auch Gitte hieß, machten wir uns auf den Rückweg zum Parkplatz.

Die Hochzeit feierten wir zünftig mit unseren Trautzeugen im “Bryghus Skagen” (Brauhaus Skagen).

Zur Feier des Tages gab es für die Männer das “Probier-Paket” mit allen fünf Biersorten. Für die Damen gab es schwangerschaftsbedingt nur Fanta und Wasser. Nach dem recht guten und üppigen Essen haben Ethem und ich uns noch eine 3l-Flasche für den Abend mitgenommen :)

Eine Tag später traten wir leider schon wieder die Rückreise an :(

Rückreise

Sachen zusammenpacken, Dach einklappen und ab auf die Straße. Über Land ging es an Hirtshal vorbei (wo nebenbei erwähnt die Fähre nach Island abfährt) weiter Richtung Süden auf die E45. Wir entschieden uns nach ein paar Stunden Fahrt nicht wie geplant so weit in Richtung Grenze zu fahren wie wir konnten, sondern dazu noch eine Nacht in Århus zu bleiben.

In Århus, der Kulturhauptstadt 2017, fanden wir einen der am schönsten gelegenen Campingplätze Dänemark’s. Im Wald, direkt an der Ostsee mit Blick auf die Kulisse von Aarhus und die Aarhus Bugt.

Am Tag drauf mussten wir aber dann doch wieder zurück nach Essen, leider :(

The End.

[UPDATE:] Wenn ihr lieber Videos statt Fotos schaut: Wir haben auch mittlerweile ein Video zu der Reise auf unserem Youtube Kanal veröffentlicht:


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